Atlantis Sintflut im Schwarzen Meer

Bulgarische Marinegeologen bestätigen Sintflut
Archäologischer Sensationsfund!



Buch Dimitrov Cover Quelle:
Petko und Dimitar Dimitrov
The Black Sea - The Flood and the Ancient Myths, 2004
ISBN 954-579-335-X


Die Autoren

Die Autoren, Vater und Sohn, vereinen eine jahrzehntelange Erfahrung als Marinegeologen in Bulgarien. Dabei nahmen sie an einer Vielzahl von Expeditionen zur Erkundung der Weltmeere teil. Sie pflegen intensiven Kontakt zu internationalen Wissenschaftlern. Das Buch entstand unter der Schirmherrschaft des „Black Sea Research Program NOAH“, an dem auch die Unversität Hamburg beteiligt ist und das von der Europäischen Union als ASSEMBLAGE finanziell unterstützt wird (ASSEssMent of the BLAck Sea sedimentary system since the last Glacial Extreme).

Sintflut und Datierung bestätigt

In ihrer Veröffentlichung kommen die bulgarischen Marinegeologen auf Basis eigener Nachforschungen zu dem Ergebnis:

Während Pitman/Ryan bei der Datierung die Untersuchung einzelner Süß- und Salzwassermuscheln vornahmen, stützen die Autoren sich auf eine andere Datierungsvariante: Der Tod von Flora und Fauna lässt ständig Sedimente/Schwebstoffe zu Boden sinken, die sich als so genannte Sapropels ablagern. Das Einströmen von Salzwasser in den Süßwassersee lässt sich in Bohrkernen an dem Übergang von hellgrauer Ablagerung des Süßwassersees zu schwarzen Schichten des gekippten Meeres ablesen. Dieser Übergang ist nicht etwa fließend, sondern messerscharf. Diese Übergangsphase wurde datiert. Naturgemäß ergibt sich daraus ein größerer Rahmen als bei der Datierung einzelner Organismen, dennoch: Die Datierung von Pitman/Ryan fällt genau in diesen Rahmen. Dem Versuch einiger Wissenschaftler, die Sintflut „älter“ zu machen erteilen sie eine klare Absage: Die älteren Befunde stammen aus erodierten Schichten an der Abbruchkante des Kontinentalschelfs und sind damit nicht aussagekräftig.

Zivilisation X (oder doch Atlantis?)

In Zusammenarbeit mit lokalen Archäologen, allen voran Frau Prof. Henrieta Todorova, weichen auch sie von der Doktrin ab, wonach die Gegend zu der Zeit nahezu unbewohnt war. Es ist geradezu zu erwarten, dass sich an dem Frischwassersee eine Zivilisation niederließ. Diese nennen sie „Zivilisation X“. Die konservative Archäologenfront beginnt also einzustürzen, die bisherige Doktrin hält nicht mehr! Weiterhin meinen sie, die Varna-Kultur an der westlichen Schwarzmeerküste müsse früher datiert werden (bisher: 5. Jahrtausend). Diese Meinung teilen wir allerdings nicht. Siehe dazu unseren gesonderten Expeditionsbericht „Die neolithische Revolution in Europa - oder: Warum beginnt das Neolithikum am Schwarzen Meer so spät?“.

Wann explodiert das Schwarze Meer? (und andere interessante Nebensachen)

Bei einem Erdbeben (Krim-Erdbeben 1927) wurden an drei Stellen am Schwarzen Meer als Folge große Feuerwalzen gesichtet. Vor Sevastopol hatte diese eine Breite von 2,5 Kilometern und eine Höhe von 500 Metern erreicht. In den 80er Jahren titelten Zeitungen und Zeitschriften: „Wann explodiert das Schwarze Meer?“. Die Ausbrüche wurden mit dem hohen Schwefelwasserstoffgehalt des Meeres begründet; denn ab 120 Metern Tiefe beginnt eine sauerstofflose Zone, in der große Mengen dieses Gases vorkommen, das im Prinzip brennbar ist. Zu einer Richtigstellung kam es nie. Wir möchten dem Anliegen der Autoren folgen und die wahrscheinlichere Variante publizieren: Durch das Erdbeben lösten sich Gasblasen aus Methan vom Boden des Meeres, die in den Sedimenten gespeichert sind; diese entstehen durch die sauerstofflose Zersetzung von Organismen. Dieses Gas ist stark brennbar und reagiert auch nicht so wie Schwefelwasserstoff unmittelbar mit Sauerstoff.

Dies zeigt jedoch noch einmal eindrücklich, was wir bereits ausführten: Das Meer wurde nach der Flut für Jahrhunderte unpassierbar, weil die im Schlamm eingeschlossenen Gase eine Schifffahrt nicht zulassen: Schwefelwasserstoff ist giftig, Methan explodiert und (auch heute noch nachweisbar) aufsteigende Blasen lassen die relative Dichte des Wassers so rapide fallen, dass jedes Schiff wie ein Stein sinkt. Ein wichtiges Kriterium für die Lokalisierung von Atlantis! Das Meer wird aber wohl nicht explodieren - und wenn, dann nicht wegen des Schwefelwasserstoffes.

Die Autoren liefern auch noch einige zusätzliche Fakten, die uns interessant erscheinen:

Sedimente und Ablagerungen: Einen Aspekt haben wir bisher wohl unterschätzt: Es ist klar, dass wegen der Anlandung durch die großen Flüsse die Reste der Zivilisation X (Atlantis) recht schnell unter Sedimentschichten begraben wurden. Insgesamt tragen die Flüsse pro Jahr 88 Millionen Tonnen Sedimente ein, 83 Millionen Tonnen davon die Donau. Dabei sind Sedimentschichten von 30-40 Metern Dicke entstanden. Damit wird auch ganz klar, weshalb bisher fast gar nichts dieser ersten Zivilisation zu uns drang - außer den überlieferten Mythen.

Noah’s Teller gefunden?

Die wirkliche Sensation, die bisher aber mit Argusaugen betrachtet wird, ist folgende: Die Autoren haben bei einer Unterwasserexpedition an der alten Süßwasserküste in einer Tiefe von 120 Metern ein Gefäß geborgen, das wohl als Noah’s Teller Geschichte schreiben wird. Die große Entfernung zu den Flussmündungen und die Erosion am Rand des Kontinentalschelfs ließen das Gebiet freiliegen. Hierbei handelt es sich um ein Sandsteingefäß, das nach zwischenzeitlicher Erkenntnis wohl zum Mahlen von getrockneten Bohnen diente. Nach Professor Francesco Torre, Museum für Unterwasserarchäologie in Trapani (Italien), ist die Schale tatsächlich jungsteinzeitlich anzusiedeln und fällt damit in die Zeit von Zivilisation X (Atlantis).

Darüber hinaus wurden auf der Schale Gravuren entdeckt, die unter anderem starke Ähnlichkeit zu den Schriftzeichen der Vinca-Kultur (ab 5500 vor Christus auf dem Balkan) aufweisen. Dies wurde indirekt auch von dem deutschen Schriftgelehrten Harald Haarmann bestätigt, der sich allerdings über den bereits recht hohen Grad abstrakter Zeichen wundert, die auf dem Balkan erst zu späterer Zeit auftauchen. Unabhängig davon, ob es sich um Schriftzeichen handelt, zeigt dies den kulturellen (Vinca) und zeitlichen (6. Jahrtausend vor Christus) Bezug der gefundenen Schale.

Noahs TellerNoahs Teller

Gesamturteil

Das Buch ist insbesondere wegen seiner reichhaltigen farbigen Bebilderung sehr überzeugend. Soweit wir das beurteilen können halten wir die gemachten Aussagen für stimmig und folgerichtig; nicht zuletzt bestätigt diese Veröffentlichung, was wir gegen den Widerstand einer breiten Front konservativer Wissenschaftler immer behauptet haben: Die Sintflut und mit ihr der Untergang von Atlantis fand statt, und zwar um 5500 vor Christus.

Das Buch kann kostenfrei über das Internet bezogen werden. Das Ansehen lohnt sich (Ladezeit, ca. 8 MB!).

Hauptseite Atlantis Sintflut im Schwarzen Meer
© Christian und Siegfried Schoppe Impressum